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Ziele der Initiative

Dieses Projekt ist eine Initiative gegen die alltägliche Werbeflut im Briefkasten. Es soll zum Nachdenken und zur Diskussion über den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen anregen.

Deutschlandweit werden jährlich 31,5 Milliarden Prospekte und 4,9 Milliarden kostenlose Zeitungen verteilt. Die Postwurfsendung „Einkaufaktuell“, die eine Vielzahl von Prospekten enthält, wird mit einer wöchentlichen Auflage von 18 Millionen Exemplaren gedruckt. Allein durch die verpackende PE-Folie fallen wöchentlich 40,4 Tonnen Kunststoffmüll an.

Solange ein Haushalt nicht ausdrücklich dagegen widerspricht, stimmt er automatisch zu, dass Reklame und kostenlose Wochenblätter eingeworfen werden dürfen. Durch einen Aufkleber auf dem Briefkasten hat jeder Haushalt die Möglichkeit, seinen Verzicht auf diese Art der Werbung zum Ausdruck zu bringen. „Verstößt der Werbende gegen das ausgesprochene Verbot, liegt eine Verletzung des Eigentums bzw. Besitzes sowie des Persönlichkeitsrechts vor.“ (Bundesgerichtshof – VI ZR 182/88 -)

Durch den weißen Papierstau-Stoppen Aufkleber spricht ein Haushalt lediglich seinen Verzicht auf unadressierte Reklameprospekte und Flugblätter aus. Kostenlose Wochenblätter und die darin enthaltenen Prospekte werden weiterhin empfangen.

Der schwarze Papierstau-Stoppen Aufkleber verhindert den Empfang von unadressierten Reklameprospekten, Flugblättern und kostenlosen Zeitungen. Ein Haushalt empfängt somit nur die Post, die direkt an ihn adressiert ist. Die eigentliche Funktion des Briefkastens ist somit wiederhergestellt.

Durch den Verzicht auf Printwerbung verringert jeder Haushalt sein Altpapieraufkommen um über 66 kg im Jahr. Dabei werden ca. 165 kg Holz, 6600 Liter Wasser und 400 kWh elektrische Energie eingespart, die zur Herstellung des Papiers benötigt werden.

Ein weiteres Ziel der Initiative ist es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wertvolle Ressourcen für die Papierproduktion, den Druck und die Verteilung der Prospekte aufgebracht werden müssen.

Nirgendwo in Europa wird so viel geworben, wie in Deutschland. Trotz den immer stärker werdenden digitalen Medien sind die Auflagen der Werbeprospekte und Anzeigenblätter in den letzten Jahren stetig gestiegen. Es handelt sich dabei um reine Wegwerfprodukte, die nach spätestens einer Woche im Müll landen – gelesen oder ungelesen. Obwohl ein Teil davon bereits auf Recyclingpapier gedruckt wird, ist und bleibt die Abfallvermeidung die günstigste und zugleich effektivste Möglichkeit umweltbewusst zu handeln.

Unser Anliegen ist es, dass sich die Besucher und Besucherinnen dieser Seite die Frage stellen, inwieweit sie persönlich auf Werbung im Briefkasten angewiesen sind. Gleichzeitig soll über mögliche Alternativen durch die Nutzung digitaler Medien nachgedacht werden. An die Herausgeber der Werbung möchten wir die Frage stellen, ob es heute hinsichtlich bestehender Alternativen noch zeitgemäß ist, auf Werbung im Briefkasten zu setzen? Die extrem hohen Druckkosten könnten andernorts sinnvoll in nachhaltige Werbe- und Marketingmaßnahmen investiert werden.

Die Initiative richtet sich in erster Linie an Personen und Haushalte, die nicht auf Printwerbung über den Postweg angewiesen sind oder sie kategorisch ablehnen. Dabei kann es sich auch um Personen handeln, die Werbeinformationen bevorzugt über andere Wege (Internet, Fernsehen, Tageszeitung etc.) beziehen. Zudem gibt es die Gruppe, die gänzlich auf Werbung über den Postweg verzichten möchte, weil es sich bei der jeweiligen Adresse um einen Zweitwohnsitz, eine geschäftliche Niederlassung oder Ähnliches handelt.

Jeder Haushalt ist in der Lage, seinen Beitrag zu leisten und jährlich über 66 kg Altpapier einzusparen. Gemeinschaftlich wächst das Einsparpotential auf viele Tonnen Papier im Jahr, wodurch das wirkliche Ausmaß der Papierverschwendung erst deutlich wird. Nur zusammen sind wir in der Lage, die Auflagenzahlen deutlich zu senken, zum Umdenken anzuregen und die Umwelt zu schonen.

Der Prospektservice der Deutschen Post AG veranlasst in regelmäßigen Abständen Zählungen, in denen die Zahl der „Werbungsverweigerer“ ermittelt wird. Die Auflage von Werbeprospekten und kostenlosen Zeitungen wird auf Basis dieser Ergebnisse angepasst um unnötige Kosten für die Herausgeber zu vermeiden. Öffentlich einzusehen sind die Zahlen in der jährlichen Projektstudie der Zeitungs Marketing Gesellschaft.

Wer spart bisher wie viel Papier?

Braunschweig | 56892 kg / Jahr
Gifhorn | 36300 kg / Jahr
Berlin | 8580 kg / Jahr
Wolfsburg | 7920 kg / Jahr
Bremen | 5940 kg / Jahr
Salzgitter | 2442 kg / Jahr
Jena | 1980 kg / Jahr
Und deine Stadt?

Das Team

 
RUBEN KNOLL

DESIGN

RUBEN KNOLL

PHILLIP ESSER

IDEE & MARKETING

PHILLIP ESSER

KRISTINA SCHOLZ

KOMMUNIKATION & KONZEPT

KRISTINA SCHOLZ

 

 

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